Babyschwimmen wirklich gut?
Ist Babyschwimmen sinnvoll oder sollte man lieber die Finger davon lassen? Diese Frage wird von werdenden oder gerate gewordenen Müttern immer wieder aufgegriffen und hinterfragt.
Grundsätzlich ist der Begriff “Babyschwimmen” eher eine Irreführung, da es sich nicht um Schwimmen dem Sinne handelt, sondern um eine Wassergymnastik für Mutter/Vater und Kind. Das Wasser als Medium unterstützt dabei die noch recht schwache Muskulatur des Babys und ermöglicht somit dem Kind Bewegungen zu erlernen und zu üben. Somit stärkt man auch die Muskeln für bestimmte Bewegungsabläufe und erleichtert somit dem Kind das Bewegen im Trockenen. Dies ist ein großer Vorteil der Wassergymnastik, der andere Vorteil liegt darin das die Beziehung des Elternteils zum Kind durch den Hautkontakt und die enge Bindung verstärkt wird als auch das Vertrauen des Babys voll und ganz bestätigt wird. Weiterhin ist ein positiver Effekt, dass die meisten BabyschwimmerInnen nicht wasserscheu werden und das sogar Haare waschen ohne Tränen ablaufen kann.
Unbestätigt hingegen ist, dass die Kinder welche Babyschwimmen absolviert haben, den Atemschutzreflex (auch Tauchreflex genannt) antrainieren soll, denn hier gehen die Expertenmeinungen auseinander.
Fachliche Aufsicht dringend geraten
Wenn man sich für das Babyschwimmen mit seinem Nachwuchs entscheidet sollte man aber auf Grundsätzliche Dinge acht geben. Zum einen ist nicht jedes Gewässer oder Badestrand dafür geeignet Babyschwimmen zu ermöglichen, viel mehr sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser entsprechende Temperatur (33° C) als auch Keimgeprüft ist. Fragen Sie in Ihrem örtlichen Schwimmbad nach Babyschwimmkursen. Wichtig ist weiterhin, dass beim Babyschwimmen eine Fachkraft anwesend ist, auch sollten Sie beachten das ein Baby mit z. B. einem Schnupfen durchaus zum Babyschwimmen gehen kann, jedoch sollte man aus Rücksicht auf das Ansteckungsrisiko dies dann doch vermeiden um nicht andere Kinder in Mitleidenschaft zu ziehen. Stellen Sie auch sicher dass Ihr Baby vor dem Schwimmen geimpft ist, um es nicht einer Ansteckungsgefahr auszusetzen.
3 Hauptgruppen Babyschwimmen
Das Babyschwimmen ist inzwischen in 3 Hauptgruppen eingeteilt, danach sollten Sie Ihren Schwimmkurs entsprechend aussuchen. Die Gruppen sind: Baby-Schwimmen = Mutter/Vater-Kind Gymnastik a) 4.-12. Monat b) 13.-18.Monat. Kleinkinderschwimmen 15. Monat bis 3 ½ Jahre. Vorschulkinderschwimmen 3 ½ Jahre bis 6 Jahre.
In der letzten Gruppe KKS (Kleinkinderschwimmgruppe) werden, meist in der DLRG, diese Kurse ausgeführt und als erster Kontakt mit richtigem Schwimmen genutzt.
Grundsätzlich lässt sich die eingangs gestellte Frage mit Ja beantworten, nicht nur das dass Babyschwimmen motorische Fähigkeiten, den Kontakt mit den Eltern als auch die Sinneserfahrungen durch die Haut, über die Berührung durch das Wasser, fördert, es macht den Kindern und Babys sichtlich Spaß im Wasser mit der Mama oder dem Papa zu planschen und diese Bewegungen als festes wöchentliches Ritual als Bestandteil des Lebens zu haben.

